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22
Jun
2010
30.5.2010 - Tour du Pays de Vaud
Vom 27.- 30. Mai fand die internationale Wadtlandrundfahrt statt. Die Rundfahrt war mit 11 Nationalmannschaften und einigen anderen internationalen Radteams sehr stark besetzt. Ich nahm, wie bereits im Vorjahr, im Team Nordwestschweiz an der Rundfahrt teil...
Am Donnerstag 17:15 Uhr stand ich am Start zum Prolog. Ich fühlte mich nicht gut, hatte Probleme mit dem Atmen, Hustenreiz und mein Körper schmerzte. Entsprechend war auch die Zeit. Der nächste Start war am Freitagabend. Wir hatten 100km gespickt mit 3 grösseren Steigungen zu bewältigen. Bereits am ersten Berg merkte ich, dass ich kaum im Feld mithalten konnte. Gegen Ende der Steigung musste ich abreissen lassen. In der Fläche konnte ich wieder zum Feld aufschliesen. Am 2ten Berg wiederholte sich dieses Szenario noch einmal, bevor es mich in der 3ten Steigung dann endgültig abhängte und ich in einem Grupetto ins Ziel rollte.
Obwohl ich mich krank fühlte, wollte ich die Rundfahrt unbedingt beenden und so entschied ich mich auch die nächste Etappe wieder in Angriff zu nehmen. Nach einer kurzen Nacht war es dann
soweit.
Der Start erfolgte bereits um 9:00 Uhr. Auf dem Programm standen 85 km mit kleineren Pässen. Der erste Aufstieg kam breits einige Kilometer nach dem Start. Ich fühlte mich definitiv besser als an den Tagen zuvor. Zwar verlohr ich am Berg immer noch Position um Position, aber ich merkte, wie die Kraft langsam zurückkehrte. Kurz nach dem Bergpreis konnte ich in einer kleinen Gruppe wieder ganz nach vorne aufschliessen. Am 2ten Berg ging es dann zur Sache: Das Feld spaltete sich in etliche Gruppen. Ich fuhr so gut ich irgendwie konnte die Steigung hinauf, musste aber nach der Hälfte abreissen lassen, kam aber in einer grösseren Gruppe ins Ziel und klassierte mich in der Mitte der Gestarteten.
Rund 3 Stunden nach der Zieleinfahrt musste ich dann bereits wieder auf dem Rad sein, denn meine Startzeit für das 12km lange, meist flache Einzelzeitfahren war bereits um 15:17. Ich merkte auf dem Rad dann bald, dass ich immer noch nicht im Vollbesitz meiner Kräfte war. Das Resultat bestätigte mein Gefühl. Ich klassierte mich, wie bereits am Morgen, im Mittelfeld.
Die letzte Etappe fand am Sonntag Morgen statt. Sie führte über 120km und zwei Pässe. Donnerstag bis Samstag war das Wetter recht angenehm und trocken gewesen, dies änderte sich in der Nacht auf Sonntag: Es regnete die ganze Etappe. Nach einigen Kilometern ging es in den ersten Pass hinein und ich stellte zu meiner Beruhigung fest, dass ich wieder fit war. So konnte ich die ganze Steigung über ganz vorne im Feld fahren und kam in den ersten 20 über den Bergpreis. Nach einer nur sehr kurzen Abfahrt und einer darauffolgenden, windigen flachen Passage, ging es dann in den 2ten, einiges steileren Pass hinein. Auch hier konnte ich wieder gut mithalten.
Leider überholte mich in der Abfahrt bei strömendem Regen das ganze Feld. Ich weiss nicht genau wo das Problem lag, aber ich konnte technisch schlichtweg nicht so gut fahren, dass ich mit den Anderen hätte mithalten können. Und so fand ich mich am Ende der Abfahrt alleine wieder. Nach einiger Zeit fanden sich dann noch einige andere Fahrer bei mir ein und so fuhr ich in einer hinteren Gruppe ins Ziel. Diesmal jedoch nicht weil ich nicht fit war.
Die Tour de Pas de Vaud 2010 war resultatmässig sicher eine Enttäuschung. Trotzdem bin ich sehr zufrieden. Denn obwohl ich gesundheitlich angeschlagen war, habe ich das Ding durchgezogen. Das ist garnicht so selbstverständlich. Immerhin mussten von den gestarteten 154 Fahrern mehr als die Hälfte das Rennen aufgeben .
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